Bildungspartnerschaft mit der Grundschule

Kinder sind hoch motiviert, wenn sie in die Schule kommen und meistern den Eintritt in diesen neuen Lebensabschnitt meist problemlos. Aufgabe der Tageseinrichtung ist es, die Kinder langfristig und durch angemessene, zielgerichtete Bildung und Erziehung auf die Schule vorzubereiten. Diese Aufgabe beginnt am Tag der Aufnahme. Eine intensivere Schulvorbereitung mit allen angehenden Vorschulkindern erfolgt regelmäßig im letzten Kindergartenjahr – auch im Rahmen gemeinsamer Angebote mit der Schule.

Für eine gelingende Schulvorbereitung und Übergangsbewältigung ist eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Eltern, Kindertageseinrichtung und Grundschule erforderlich. Die Kooperation von Kindertageseinrichtung und Grundschule besteht zu einem wesentlichen Teil aus gegenseitigen Besuchen, bei denen Erzieherinnen, Lehrkräfte und Kinder miteinander in Kontakt kommen. Unsere Kindertageseinrichtung arbeitet insbesondere mit der Grundschule Haßfurt- Schulhaus am Nassachtal zusammen, da dies sich in der näheren Umgebung befindet. Diese Grundschule hat 3 Schulhäuser mit 3 Standorten; es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kinder später in eine andere Schule kommen.


Eine gute Zusammenarbeit mit der Grundschule versuchen wir durch folgende Angebote zu verwirklichen:

  • Eine Lehrkraft der Grundschule (vertiefte Kooperation) besucht regelmäßig die Kindertageseinrichtung, um die Partnersituation Kindertageseinrichtung (Erzieher, Vorschulkinder) näher kennenzulernen oder in Abstimmung mit der Einrichtung den einzuschulenden Kindern Bildungsangebote zu machen. Die Lehrkraft kommt hierbei mit allen Kindern der Einrichtung in Kontakt. Evtl. Austausch über Entwicklungs- und Bildungsstand der Kinder, bzw. Fördermöglichkeiten.
  • Die Kinder besuchen die Grundschule (meist die 1. Klasse) in Begleitung mit ihren Erzieherinnen. Alle Kinder sind daran beteiligt, wenn z.B. mit Schulklassen gemeinsame Projekte durchgeführt werden. Für Kinder, deren Einschulung ansteht, sind Schulbesuche wichtig, um den neuen Lebensraum Schule und die neuen Bezugspersonen frühzeitig kennen zu lernen. In Absprache mit der Schule besteht die Möglichkeit, dass Lehrkräfte speziell für diese Kinder in der Schule spielerisch gestaltete Unterrichtseinheiten anbieten oder einen Vorkurs durchführen oder Erzieherinnen die Kinder bei Aktionen im Rahmen der Schuleinschreibung begleiten. Gemeinsame Projekte sind: Ernährungstag, Wanderungen, Nikolaus, Vorlesetag,…
  • Erzieherinnen besuchen die Grundschule, um die Partnersituation Grundschule näher kennen zu lernen bzw. am Schulunterricht zu hospitieren. Im Rahmen der Unterrichtshospitation können sie zugleich ihre „ehemaligen“ Kinder erleben und sehen, wie es ihnen in der Schule ergeht. Diese Eindrücke geben eine wichtige Rückmeldung an das pädagogische Personal.
  • Begleitung und Unterstützung der Eltern während der Übergangsphase, um eine optimale Grundlage für den Übergang zur Grundschule zu schaffen (Schulinformationsabend, Elterngespräche).
  • Fachgespräche, in denen sich Kindertageseinrichtung und Grundschule über einzelne Kinder namentlich und vertieft austauschen, finden in der Regel erst im letzten Jahr vor der Einschulung statt. Zu dessen Beginn werden alle Eltern auf dem Einschulungselternabend und im Einzelgespräch um ihre Einwilligung ersucht, solche Fachgespräche bei Bedarf und in Absprache mit den Lehrern führen zu dürfen. Bei Kindern, die an einem Vorkurs teilnehmen, erfolgt das Einwilligungsverfahren in der Regel bereits im Jahr davor.

Die geschaffenen Strukturen für den Übergang unterstützen die Kinder im Transitionsprozess. Die Kinder werden individuell nach ihrem Lern- und Entwicklungsstand begleitet und können frühzeitig einen Bezug zum Lebensraum „Schule“ aufbauen. Unterstützungssysteme und Hilfen für Kinder können fließend ineinandergreifen.